Sonntag, 20. November 2016

Berlin speichert Energie


Im Rahmen der Aktionswoche "Berlin spart Energie" fand im Bürgerschloss Hohenschönhausen am 10. November 2016 eine Seminarveranstaltung zum Thema "Energiespeichrung" statt. Im ehemaligen Wohnhaus des Erfinders der "Trockenbatteie" - Paul Schmidt - stand selbstverständlich die Batterie im Vordergrund. Erst kürzlich wurde das DAIMON-Museum unter Beisein des Berliner Bürgermeisters Dr. Müller feierlich mit einer ersten Ausstellung eröffnet.
Im Rahmen der Seminrveranstaltung wurde ein Einblick über die Zukunftsplände des DAIMON-Museums und dessen Schülerlabor im Zusammenhang mit dem Thema "Eneergiespeicherung gegeben.
Die Historie und der aktuelle Stand der Entwicklung der Energiespeicherung wurde vorgetragen - von der Batterie Cleopatras bis hin zur Wasserstoffspeicherung zwecks Stromerzeugung wurden beleuchtet.
Nach einer Führung durch das Haus und einem Imbiss lauschten alle Teilnehmer gespannt auf den Vortrag von Herrn Constin zum Thema "GreenPack".GreenPack steht für eine standardisierte 48V-Batterie, die robust und unempfindlich ist, unabhängig von den verwendeten Batterie-Zellen funktioniert und über einen externen Überhitzungsschutz verfügt. Die Größe und das Gewicht ist jeweils auf eine breite Funktionalität und Transportmöglichkeiten optimiert. Mehrere GreenPacks können dabei zusammengelegt werden - zum Beispiel in einer bequemen "GreenPack-Bank", die auf dem Bakon plaziert werden kann. Ziel ist der Einsatz als Wechselakku in einem Mehrweg-Pfand-System.
Nach diesem Vortrag hatte auch ich das Gefühl, dass Berlin auf dem Sprung ist, zur Hauptstadt der Stromspeicherung zu werden. Das GreenPack wird in naher Zukunft für verschiedenste mobile und auch stationäre Anwendungen verfügbar sein - dessen bin ich mir sicher.
Ich freue mich schon auf den Tag, an dem der erste "GreenPack-Discounter" in Berlin eröffnet wird. So wie einst der Markenname DAIMON für Trockenbatterien und Taschenlampen stand, wird GreenPack als Markenname für - im Laden erhältiche Batterien sowie darauf angepassten technischen Geräten und elektromobilen Transportmitten stehen.
Aktuell steht "GrennPack" für einen erfolgreichen Beginn der Zusammenarbeit von DAIMON-Museum und Deutschen Erfinderverband.


 Ronald Grube, ÖBHZ
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Donnerstag, 14. Juli 2016

Eröffnung des DAIMON-Museums

Die Eröffnung des DAIMON-Museums im Schloss Hohenschönhausen am 13. Juli ließ sich selbst Berlins Oberbürgermeister - Michael Müller - nicht entgehen. Damit erwies er einem großen Erfinder aus Hohenschönhausen die Ehre - Paul Schmidt. Mit seiner Trockenbatterie und der Taschenlampe setzte er große Meilensteine in der Speichertechnologie und der Schwachstromtechnik.
Bisher steht ein Raum für verschiedene Exponate zum Wirken von Paul Schmidt sowie zu den verschiedensten Produkten, die unter dem Markennamen DAIMON verkauft wurden, zur Verfügung. Eine räumliche Erweiterung ist noch geplant. Dabei ist vorgesehen, auf die Entstehungs-Geschichte und Weiterentwicklung der Speichertechnologien bis hin zur Elektromobilität einzugehen. Ein Referat zurm Thema Energiespeicherung und Elektromobilität plant auch das Ökologische Bauherrenzentrum in diesem Gutshaus im Rahmen der Aktionswoche "Berlin spart Energie" vom 07.11. bis 11.11.2017. Hierzu wurde erfolgreich ein Schulterschluss mit dem "Deutschen Erfinderverband" geschlossen, wie auf dem Foto zusammen mit der vorgestern eigeweihten Gedenktafel für Paul Schmidt zu sehen ist.


Freitag, 4. Dezember 2015

Elektromobilität - Regenerative Energien als Zukunftstrend der Fahrzeugindustrie?

Am 26. November fand im Lichtenberger Rathaus das 32. Treffen des UPL (Unternehmensportal Lichtenberg) statt. Zu dieser Veranstaltung het der Arbeitskreis Elektromobilität der ElektroInnung Berlin den aktuellen Stand der Technik der Elektromobilität vorgestellt.
Hauptinitiator war Herr Olf Viertel, der im Stadtbezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen eine Elektro-Installationsfirma betreibt und ein Elektro-Kfz von Renault nutzt.
Im Foto zu sehen ist die Ladebuchse, die sich unmittelbar hinter dem Logo von Renault versteckt.

 Im Gespräch mit Herrn Viertel konnte ich erfahren, dass seine Frau im "Schloss Hohenschönhausen" geboren wurde - also ein sogenanntes "Schlosskind" ist. Da in diesem Gutshaus das DAIMON-Museum mit Schülerlabor entstehen soll - der Erfinder der Trockenbatterie und Taschenlampe Paul Schmidt lebte einst in diesem Haus - ist es natürlich naheliegend, die Elektro-Firma Viertel zur Gestaltung des Themas "Elektromobilität" im DAIMON-Museum mit einzubeziehen.

Für mich war besonders neu, dass mittlerweile Elektrofahrzeuge auch bezahlbar sind. Der Ausbau eines "Strom-Tank-Netzes" innerhalb von Deutschland hat begonnen, wobei die Firma Tesla offensichtlich Vorreiter ist. Tesla ist darüber hinaus Hersteller eines Elektrofahrzeuges, welches schneller als ein Lamborghini beschleuigen kann. Schön ist dabei vor allem der kleine Kofferraum unter der Vorderhaube mit "Omakabel" (siehe Foto).
Eine Schwierigkeit bei Tanken mit Strom besteht jedoch darin, dass die Nutzung von netzunabhängiger regenerativer Energie wie z.B. Solarstrom auf Grenzen stößt, da die Batterieleistungen der Elektrofahrzeuge derzeit durchaus bis zu 30 kW haben können. Diese Leistung muss erst einmal regenerativ dezentral vorgehalten werden können. So muss man sich in vielen Fällen immer noch auf die externen Stromanbieter verlassen, wobei der Trend ja zur Abspaltung von "Ökostrom-Herstellern" geht.

Eine Nutzung von Elektrofahrzeugen innerhalb von Ballungsgebieten erscheint mir durchaus eine interessante Alternative zu sein. Für Fernfahrten sind Hybrid-Systeme möglicherweise auch in naher Zukunft im Vorteil.
Innerhalb von Berlin werde ich mich aber vorerst noch auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen und hoffen, dass keine Schneeflocke den S-Bahn-Verkehr lahm legt.    

Details zu dieser Veranstaltung erfahren Sie im nachfolgenden link UPL32-Elektromobilität!

Ronald Grube, Leiter des ÖBHZ
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Mittwoch, 4. November 2015

Solarhaus - Berlin spart Energie 2015

Das Solarhaus an der HTW Berlin war am 8. Oktober Austragungsort für ein ÖBHZ-Seminar anlässlich der Aktionswoche "Berlin spart Energie 2015" in Kooperation mit der Hochschule und der Elektro-Innung Berlin. Mein Dank hierfür gilt insbesondere Herrn Schuppenhauer als Gastgeber von der Elektro-Innung.
Die Stromausbeute durch Photovoltaik war an diesem Tage mäßig. Die Batterie war leider auch nicht gerade voll, so dass in diesem Haus ab Mittag tatsächlich viel Strom gespart wurde.
Dankenswerter Weise konnten wir das Seminar in den Räumen der Elektro-Innung fortsetzen.

Die Führung durch das Solarhaus durch Frau Stefanie Segbers von der HTW Berlin, welches von Studenten der Hochschule errichtet wurde und  2010 im Internationalen Projekt "LIVING EQUIA" erfolgreich teilgenommen hat, war hochinteressant. Der sich anschließende Vortrag behandelte das Thema "Stromspeicherung". Hierzu wurden verschiedene Batterie-Lösungen einschließlich der dafür benötigten Rohstoffe vorgestellt und auch deren historische Entwicklung, die bis in die Zeit von Cleopatra zurückreicht, dargelegt. Wie wichtige eine gut funktionierende Steuerung der Batteriesysteme ist, zeigte sich ja nach dem Stromausfall in der zweiten Tageshälfte. Die Vorstellung der HaWoCon als Steuerungssystem war durchaus angebracht. Ergänzend zu den Batteriesystemen wurde die Möglichkeit der Wasserstoffspeicherung und deren Verbrennung mit Wankel-Generatoren vorgestellt.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Wasserstoff-Speicherung wurde anschließend im Rahmen einer Führung durch die Laborräume des FB Regenerative Energien der HTW Berlin veranschaulicht. Die HTW war auch die erste Hochschule, die eine Wasserstoff-Verbrennung mit Hilfe einer Brennstoffzelle demonstrieren konnte. Diverse Instrumente zur Stromerzeugung - selbstverständlich auch PV-Module und Kleinwindkraftanlagen - sowie verschiedene Messtechniken wurden ebenfalls vorgestellt. Die Führung war für alle Teilnehmer sehr aufschlussreich und mein Dank gilt der Laborleiterin, Frau Sabine Kupzok.

In den Räumen der Elektro-Innung Berlin wurde das Seminar fortgesetzt. Nachdem die Speicherung von Strom den Vormittag ausfüllte, ging es im nachfolgenden Vortrag von Herrn Axel Popp um das Thema Wärmespeicherung mit Hilfe des eTanks. Mit Hilfe einer Zeitrafferaufnahme wurde die Installation eines solchen vorgeführt und anschließend das Wirkungsprinzip erläutert. Der eTank als sehr spezielle und besonders innovative Form von "Geothermie" ist sicherlich ein wichtiger Mielenstein für die Wirtschaftlichkeit solarthermischer Anlagen. Aber auch Wärme-Überschüsse aus BHKW´s können im eTank zwischengespeichert werden, so dass sich der Bertieb des BHKW´s auf den Strombedarf ausrichten kann.

Eine besondere Form der Energiespeicherung stellte der abschließende Vortrg dar. Herr Erik Taanman hielt seinen Vortrag zum Thema "Graue Energie". Er zeigte Beispiele aus der Praxis, wie viel "graue Energie" beispielsweise in einem Paar Lederschuhe enthalten ist. Anschließend klärte er darüber auf, wie wichtig die Verwendung von Naturbaustoffen wie Lehm und Holz ist, um "graue Energie" einzusparen. Er stellte die Holzständerbauweise vor, wie sie unter anderem von Beaver Homes ralisiert wird. Mit dem Prädikat "Green Building" ist eine Abgrenzung zur Herkömmlichen Bauweise mit viel Stahl und Beton möglich, wo bekanntermaßen sehr viel "graue Energie" enthalten ist. Ein weiterer Fortschritt bei der Ausrichtung der enEV wäre sicherlich die verstärkte Einbeziehung des Primärenergieaufwandes in den Baustoffen.

Die Aktionswohe "Berlin spart Engerie" ging erfolgreich zu Ende. Daran schloss sich eine "Aktionswoche" an, die Berlin in vielen bunten Lichtern darstellte. Wünschenswert wäre sicherlich, wenn für dieses Lichtspektakel zunehmend auch regenerative Energie verwendet würde.

Berichterstattung: Ronald Grube

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Samstag, 7. Februar 2015

Wankel-Generator als "BHKW" für Biogasanlage in Ghana

Eine neue Generation der Wankel-Generatoren wurde am 28. Januar zum ÖBHZ-Seminar und am 02. Februar zu einer Veranstaltung der Außenhandelskammer in Ghana vorgestellt. In Ghana ging es um Potentiale zur Nutzung von Biogas zur Stromerzeugung in Ghana. Im Vortrag, den Herr Steve Lorenz von der GBG-newenergy hielt, wurde ein Projekt zur Selbstversorgung von Schweinefleischprodukten in Ghana vorgestellt. Noch immer wird Ghana der Bedarf an Schweinefleisch über Importe aus Massentierhaltungen in Europa gedeckt. Eine deutsch-ghanaische Initiative setzt sich für ein Projekt ein, die Abhilfe schaffen soll. Ein kleiner Verband aus ca. 300 Bauern in Ghana soll in Zukunft Schweine züchten, die aus einer Kreuzung zwischen Afrikanischem Buschschwein und deutschem Hausschwein besteht - dem Dank gilt Herrn Justice Amoateng. Um ein solches Projekt nachhaltig zu gestalten zu können, ist auch neben der biologischen Freiland-Haltung Fragen des Grundwasserschutzes zu berücksichtigen. Dabei ist die Verstromung von Schweinegülle mit Hilfe einer Biogasanlage ein Ansatz, der sowohl dem Grundwasserschutz dient und Insekten fern hält, als auch Strom für Maschinen und Kühlhäuser des Abatoir in Kumasi bereitstellen soll. Die Verstromung mit Hilfe eines neu entwickelten Wankel-Generators stellt aufgrund des sehr hohen Wirkungsgrades - deutlich höher als bei den bisher bekannten BHKW´s - und weiterer Vorteile, die vorgestellt wurden, eine optimale Systemlösung dar.
Die Präsentation ist auf den Seiten der GBG-newenergy herunterladbar. Das geplante Vorhaben wird vom ÖBHZ begleitet. Es wird sicherlich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, es zu realisieren. Wir werden hiervon berichten.
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Montag, 2. Juni 2014

Umweltfestival 2014

Gegenüber vergangenem Jahr hatte es dieses Jahr Petrus gut mit uns gemeint. Bei Sonne und angenehmen Temperaturen ließ es sich auf dem Umweltfesival an der Straße am 17. Juni aushalten, die Resonanz der Standbesucher war ebenfalls sehr positiv. Neben Themen der Selbstnutzung von regenerativ gewonnener Energie standen in diesem Jahr Baustoffe aus Lehm, Holz und Stroh sowie geplante Mehr-Generationen-Wohn-Projekte (Health Garden) im Fokus. Der Stand wurde von GEOTOP, der GBG-newenergy OHG, der Society Vision GmbH und dem Architekturbüro Joachim Dettki bestritten.
ÖBHZ-Stand zum Umweltfestival 2014
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Montag, 17. Februar 2014

Klimawerkstatt-Spandau

Die Klimawerkstatt Spandau bietet seit Sommer 2013 Veranstaltungen zum Thema Energieeffizientes Bauen und Sanieren. Dabei hatten und haben auch Mitglieder unseres ÖBHZ-Netzwerkes die Möglichkeit, innovative Technologien und energiesparende Baustoffe vorzustellen.
Die Einsparung von "grauer Energie" ist eines der Kernthemen unserer "Energieintelligenzhäuser".
Im Dezember 2013 wurde von Herrn Wappler (wof-Planungsbüro) ein Referat zum Thema "Bauen mit Lehm" gehalten. Am 23. Januar wurde eine Sonderausstellung zu diesem Thema eröffnet.
Der 23. Februar bot gleichzeitig die Möglichkeit, zwei Referate zum Thema "Energiespeicherung" zu halten.
In meinem Vortrag wurden verschiedene technologien von Netzwerkmitgliedern zusammengefasst. Die Kernthemen waren: Verwendung der Bio-Komposit-Panels von C3-house technologies, Vorstellung des Kleinwindkraftrades mit Doppel-Generator, HaWoCon-Energiehybridstation zur Steuerung und Speicherung von regenerativer Energie, IR-Strahlungsheizung von ENERFUX, eTank in Verbindung mit BHKW´s, Projektvorstellungen der Society Vision GmbH & Co.KG.
In diesem download kann die Präsentation heruntergeladen werden.
Im Anschluss daran hat Herr Axel Popp den eTank näher erläutert.
Am 19.02.14 wird ein Referat zum Thema "Wärmeschutz durch Strahlungsreflexion" von Prof. Sohn (Ökotech e.V.) gehalten. Damit wird über ein Thema referiert, dass unserem Ansatz des "energieintelligentem Bauens" entspricht.