Freitag, 10. November 2017

Berlin spart Energie 2017 - ÖBHZ-Brainstorming Seminar Lehrkabinett "DAIMON-Museum"



Im Rahmen der Berlin-weiten Projektwoche 2107 unter dem Motto „Berlin spart Energie“ fand am 18. Oktober eine Brainstorming-Veranstaltung im Bürgerschloss Hohenschönhausen statt. Diese Veranstaltung diente der Vorstellung einer Projektidee zur Errichtung eines Schüler-Lehrkabinettes, welches integraler Bestandteil des DAIMON-Museums werden soll. In diesem Lehrkabinett sollen vorrangig Themen zur Stromerzeugung und -speicherung, aber auch Anwendungsbeispiele zum Thema Licht – wie zum Beispiel Photogrammetrie, Hologrammetrie und Mikroskopie – platziert werden.
Das DAIMON-Museum wird voraussichtlich 2019 eröffnet werden können, wenn bis dahin die Sanierungsarbeiten im denkmalgeschützten Gutshaus – gestiftet von der Deutschen Klassenlotterie – abgeschlossen sind. In diesem Gutshaus wohnte unter anderem der Erfinder der Trockenbatterie und Taschenlampe – Paul Schmidt – dessen Erfindungen durch den Markennamen DAIMON weltweit bekannt wurden.
Das Brainstorming-Seminar fand zwischen Mitgliedern des Ökologischen Bauherrenzentrums, dem Deutschen Erfinderverband e.V., dem Bürgerverein Schloss Hohenschönhausen e.V. sowie VertreterInnen des IFAF-Kompetenzzentrums statt. Dem IFAF – Institut für angewandte Forschung – sollte diese Projekt-Idee vorgestellt werden, da es der ausdrückliche Wunsch der Projektbeteiligten ist, Hochschulen wie die HTW Berlin und die Beuth-Hochschule an diesem Projekt aktiv zu beteiligen.

Foto im Dachgeschoss des Gutshauses: Dr. Sieghard Groer, PROSENET, ÖBHZ-Gründungsmitglied

Bei der Sanierung und energetischen Ertüchtigung des Dachgeschosses soll eine Infrarot-Strahlungsheizung, eine innovative Wärmeisolierung aus einem mineralischem Dämmstoff in Kombination mit der infrarotreflektierenden Hybrid-Wärmeisolierung ISUM sowie eine zentrale „Smart-Home-Energieverbrauchssteuerung“ eingesetzt werden.
Die Kombination aus Dämmstoff und ISUM reduziert die Transmissionswärmeverluste bis zu 96% während der Heizperiode und reflektiert die Solarstrahlung vor allem während der Sommerzeit (sommerlicher Wärmeschutz) bis zu 96%. Durch Messtechniken sollen Wärme- und Feuchteströme visualisiert werden und über ein Monitoring ausgewertet werden. Damit würde das Dachgeschoss als „Großraum-Laborversuch“ dienen, welches später von Schülern zur Darstellung von Wärmestrahlung, Wärmeleitung und Wärmekonvektion übernommen werden könnte. Diese Primärenergie und Heizenergie sparenden Technologie in Verbindung mit einer nachweisbaren CO2-Minderung würde im Rahmen zukünftiger Projektwochen in Berlin zu diesem Thema allen interessierten Bürgern als Anschauungsobjekt zur Verfügung stehen. Bis dahin ist jedoch noch ein langer Weg ...
Im Brainstorming-Vortrag von Hans-Georg Torkel, Deutscher Erfinderverband e.V. und KIT-Initiative Deutschland e.V., wurde die geistige Energie und das menschliche Klima angesprochen. Der pensionierte Schulleiter am Berufskolleg sprach im Projekt von einem vorbildlichen außerschulischen Lernort zum entdeckenden Fächerübergreifenden Lernen für Jung und Alt. Ein Berliner Modell mit bundesweiter Strahlkraft.
Im Sommer 2018 kann ein offizieller Antrag bei der IFAF gestellt werden. Bei positivem Bescheid zur Projektförderung könnte im April 2019 das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren starten. Bis dahin wird das ÖBHZ zusammen mit dem Deutschen Erfinderverband e.V. und dem Förderverein Schloss Hohenschönhausen e.V. das Konzept zu diesem Projekt ausarbeiten. Gleichzeitig ist die Finanzierung von Bauleistungen zu klären. Insgesamt ist das Vorhaben auf positive Resonanz bei allen Projektbeteiligten einschließlich der IFAF gestoßen. Damit ist der erste Schritt in die richtige Richtung gelungen und kann als positiver Beitrag zur Berliner Projektwoche „Berlin spart Energie“ gewertet werden.
Ronald Grube, Leiter des Ökologischen Bauherrenzentrums




Samstag, 25. März 2017

Weltwassertag - ÖBHZ-Exkursion in das SHK-Ausbildungszentrum Berlin

Der Weltwassertag ist immer ein guter Anlass für eine Exkursion in eine Einrichtung, die mit Wasser zu tun hat. Passend zum diesjährigen Motto des UNDP "Waste Water" war das SHK-Ausbildungszetrum von Berlin in der Grünthaler Straße in Wedding.

Ein weiterer Anlass für die Auswahl dieser Einrichtung ist der 400. Jahrestag der SHK-Innung Berlin und der 100. Jahrstag dieser Ausbildungsstätte. Dabei zeigten sich die Räumlichkeiten mit Werkstätten auf einer Fläche von ca. 4.400 m² mit einem höchst modernen Antlitz - auch dank eines offensichtlich sehr befähgten Innenarchitekten.

Herrn Bergmann - ein Dozent der SHK-Ausbildungsstätte mit einem enormen praktischem background - gilt unser besonderer Dank. Er führte uns durch die Werkstätten und Schulungsräume dieses Hauses und war für die Exkursionsteilnehmer ein kompetenter Ansprechpartner für Fachfragen.

Für mich persönlich war besonders interessant, dass auch das Fachgebiet Elektrotechnik und Steuer-/Regelungstechnik intensiv behandelt wird, so dass mit dieser Qualifikation wichtige Schnittstellen zu Elektroinstallateuren geschaffen werden.

Für unsere geplanten Wasser- und Abwasserprojekte in Ghana konnte ich in dieser Ausbildungsstätte nicht ganz so viel an Informationen herausholen. Die Ansprüchen von Deutschland und Ghana sind doch sehr verschieden. Von den Aktivitäten in Ghana werde ich später berichten.

Ronald Grube, Leiter des ÖBHZ

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Sonntag, 20. November 2016

Berlin speichert Energie


Im Rahmen der Aktionswoche "Berlin spart Energie" fand im Bürgerschloss Hohenschönhausen am 10. November 2016 eine Seminarveranstaltung zum Thema "Energiespeichrung" statt. Im ehemaligen Wohnhaus des Erfinders der "Trockenbatteie" - Paul Schmidt - stand selbstverständlich die Batterie im Vordergrund. Erst kürzlich wurde das DAIMON-Museum unter Beisein des Berliner Bürgermeisters Dr. Müller feierlich mit einer ersten Ausstellung eröffnet.
Im Rahmen der Seminrveranstaltung wurde ein Einblick über die Zukunftsplände des DAIMON-Museums und dessen Schülerlabor im Zusammenhang mit dem Thema "Eneergiespeicherung gegeben.
Die Historie und der aktuelle Stand der Entwicklung der Energiespeicherung wurde vorgetragen - von der Batterie Cleopatras bis hin zur Wasserstoffspeicherung zwecks Stromerzeugung wurden beleuchtet. Anschließend wurde von Herrn Eckhard Schran ein Simutationsgerät für eine autake Energieversorgung für die Projektierung kleiner Hybridenergiestationen vorgestellt (siehe Foto).
Nach einer Führung durch das Haus und einem Imbiss lauschten alle Teilnehmer gespannt auf den Vortrag von Herrn Constin zum Thema "GreenPack".GreenPack steht für eine standardisierte 48V-Batterie, die robust und unempfindlich ist, unabhängig von den verwendeten Batterie-Zellen funktioniert und über einen externen Überhitzungsschutz verfügt. Die Größe und das Gewicht ist jeweils auf eine breite Funktionalität und Transportmöglichkeiten optimiert. Mehrere GreenPacks können dabei zusammengelegt werden - zum Beispiel in einer bequemen "GreenPack-Bank", die auf dem Bakon plaziert werden kann. Ziel ist der Einsatz als Wechselakku in einem Mehrweg-Pfand-System.
Nach diesem Vortrag hatte auch ich das Gefühl, dass Berlin auf dem Sprung ist, zur Hauptstadt der Stromspeicherung zu werden. Das GreenPack wird in naher Zukunft für verschiedenste mobile und auch stationäre Anwendungen verfügbar sein - dessen bin ich mir sicher.
Ich freue mich schon auf den Tag, an dem der erste "GreenPack-Discounter" in Berlin eröffnet wird. So wie einst der Markenname DAIMON für Trockenbatterien und Taschenlampen stand, wird GreenPack als Markenname für - im Laden erhältiche Batterien sowie darauf angepassten technischen Geräten und elektromobilen Transportmitten stehen.

Aktuell steht "GrennPack" für einen erfolgreichen Beginn der Zusammenarbeit von DAIMON-Museum und Deutschen Erfinderverband.

Ronald Grube, ÖBHZ
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Donnerstag, 14. Juli 2016

Eröffnung des DAIMON-Museums

Die Eröffnung des DAIMON-Museums im Schloss Hohenschönhausen am 13. Juli ließ sich selbst Berlins Oberbürgermeister - Michael Müller - nicht entgehen. Damit erwies er einem großen Erfinder aus Hohenschönhausen die Ehre - Paul Schmidt. Mit seiner Trockenbatterie und der Taschenlampe setzte er große Meilensteine in der Speichertechnologie und der Schwachstromtechnik.
Bisher steht ein Raum für verschiedene Exponate zum Wirken von Paul Schmidt sowie zu den verschiedensten Produkten, die unter dem Markennamen DAIMON verkauft wurden, zur Verfügung. Eine räumliche Erweiterung ist noch geplant. Dabei ist vorgesehen, auf die Entstehungs-Geschichte und Weiterentwicklung der Speichertechnologien bis hin zur Elektromobilität einzugehen. Ein Referat zurm Thema Energiespeicherung und Elektromobilität plant auch das Ökologische Bauherrenzentrum in diesem Gutshaus im Rahmen der Aktionswoche "Berlin spart Energie" vom 07.11. bis 11.11.2017. Hierzu wurde erfolgreich ein Schulterschluss mit dem "Deutschen Erfinderverband" geschlossen, wie auf dem Foto zusammen mit der vorgestern eigeweihten Gedenktafel für Paul Schmidt zu sehen ist.


Freitag, 4. Dezember 2015

Elektromobilität - Regenerative Energien als Zukunftstrend der Fahrzeugindustrie?

Am 26. November fand im Lichtenberger Rathaus das 32. Treffen des UPL (Unternehmensportal Lichtenberg) statt. Zu dieser Veranstaltung het der Arbeitskreis Elektromobilität der ElektroInnung Berlin den aktuellen Stand der Technik der Elektromobilität vorgestellt.
Hauptinitiator war Herr Olf Viertel, der im Stadtbezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen eine Elektro-Installationsfirma betreibt und ein Elektro-Kfz von Renault nutzt.
Im Foto zu sehen ist die Ladebuchse, die sich unmittelbar hinter dem Logo von Renault versteckt.

 Im Gespräch mit Herrn Viertel konnte ich erfahren, dass seine Frau im "Schloss Hohenschönhausen" geboren wurde - also ein sogenanntes "Schlosskind" ist. Da in diesem Gutshaus das DAIMON-Museum mit Schülerlabor entstehen soll - der Erfinder der Trockenbatterie und Taschenlampe Paul Schmidt lebte einst in diesem Haus - ist es natürlich naheliegend, die Elektro-Firma Viertel zur Gestaltung des Themas "Elektromobilität" im DAIMON-Museum mit einzubeziehen.

Für mich war besonders neu, dass mittlerweile Elektrofahrzeuge auch bezahlbar sind. Der Ausbau eines "Strom-Tank-Netzes" innerhalb von Deutschland hat begonnen, wobei die Firma Tesla offensichtlich Vorreiter ist. Tesla ist darüber hinaus Hersteller eines Elektrofahrzeuges, welches schneller als ein Lamborghini beschleuigen kann. Schön ist dabei vor allem der kleine Kofferraum unter der Vorderhaube mit "Omakabel" (siehe Foto).
Eine Schwierigkeit bei Tanken mit Strom besteht jedoch darin, dass die Nutzung von netzunabhängiger regenerativer Energie wie z.B. Solarstrom auf Grenzen stößt, da die Batterieleistungen der Elektrofahrzeuge derzeit durchaus bis zu 30 kW haben können. Diese Leistung muss erst einmal regenerativ dezentral vorgehalten werden können. So muss man sich in vielen Fällen immer noch auf die externen Stromanbieter verlassen, wobei der Trend ja zur Abspaltung von "Ökostrom-Herstellern" geht.

Eine Nutzung von Elektrofahrzeugen innerhalb von Ballungsgebieten erscheint mir durchaus eine interessante Alternative zu sein. Für Fernfahrten sind Hybrid-Systeme möglicherweise auch in naher Zukunft im Vorteil.
Innerhalb von Berlin werde ich mich aber vorerst noch auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen und hoffen, dass keine Schneeflocke den S-Bahn-Verkehr lahm legt.    

Details zu dieser Veranstaltung erfahren Sie im nachfolgenden link UPL32-Elektromobilität!

Ronald Grube, Leiter des ÖBHZ
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Mittwoch, 4. November 2015

Solarhaus - Berlin spart Energie 2015

Das Solarhaus an der HTW Berlin war am 8. Oktober Austragungsort für ein ÖBHZ-Seminar anlässlich der Aktionswoche "Berlin spart Energie 2015" in Kooperation mit der Hochschule und der Elektro-Innung Berlin. Mein Dank hierfür gilt insbesondere Herrn Schuppenhauer als Gastgeber von der Elektro-Innung.
Die Stromausbeute durch Photovoltaik war an diesem Tage mäßig. Die Batterie war leider auch nicht gerade voll, so dass in diesem Haus ab Mittag tatsächlich viel Strom gespart wurde.
Dankenswerter Weise konnten wir das Seminar in den Räumen der Elektro-Innung fortsetzen.

Die Führung durch das Solarhaus durch Frau Stefanie Segbers von der HTW Berlin, welches von Studenten der Hochschule errichtet wurde und  2010 im Internationalen Projekt "LIVING EQUIA" erfolgreich teilgenommen hat, war hochinteressant. Der sich anschließende Vortrag behandelte das Thema "Stromspeicherung". Hierzu wurden verschiedene Batterie-Lösungen einschließlich der dafür benötigten Rohstoffe vorgestellt und auch deren historische Entwicklung, die bis in die Zeit von Cleopatra zurückreicht, dargelegt. Wie wichtige eine gut funktionierende Steuerung der Batteriesysteme ist, zeigte sich ja nach dem Stromausfall in der zweiten Tageshälfte. Die Vorstellung der HaWoCon als Steuerungssystem war durchaus angebracht. Ergänzend zu den Batteriesystemen wurde die Möglichkeit der Wasserstoffspeicherung und deren Verbrennung mit Wankel-Generatoren vorgestellt.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Wasserstoff-Speicherung wurde anschließend im Rahmen einer Führung durch die Laborräume des FB Regenerative Energien der HTW Berlin veranschaulicht. Die HTW war auch die erste Hochschule, die eine Wasserstoff-Verbrennung mit Hilfe einer Brennstoffzelle demonstrieren konnte. Diverse Instrumente zur Stromerzeugung - selbstverständlich auch PV-Module und Kleinwindkraftanlagen - sowie verschiedene Messtechniken wurden ebenfalls vorgestellt. Die Führung war für alle Teilnehmer sehr aufschlussreich und mein Dank gilt der Laborleiterin, Frau Sabine Kupzok.

In den Räumen der Elektro-Innung Berlin wurde das Seminar fortgesetzt. Nachdem die Speicherung von Strom den Vormittag ausfüllte, ging es im nachfolgenden Vortrag von Herrn Axel Popp um das Thema Wärmespeicherung mit Hilfe des eTanks. Mit Hilfe einer Zeitrafferaufnahme wurde die Installation eines solchen vorgeführt und anschließend das Wirkungsprinzip erläutert. Der eTank als sehr spezielle und besonders innovative Form von "Geothermie" ist sicherlich ein wichtiger Mielenstein für die Wirtschaftlichkeit solarthermischer Anlagen. Aber auch Wärme-Überschüsse aus BHKW´s können im eTank zwischengespeichert werden, so dass sich der Bertieb des BHKW´s auf den Strombedarf ausrichten kann.

Eine besondere Form der Energiespeicherung stellte der abschließende Vortrg dar. Herr Erik Taanman hielt seinen Vortrag zum Thema "Graue Energie". Er zeigte Beispiele aus der Praxis, wie viel "graue Energie" beispielsweise in einem Paar Lederschuhe enthalten ist. Anschließend klärte er darüber auf, wie wichtig die Verwendung von Naturbaustoffen wie Lehm und Holz ist, um "graue Energie" einzusparen. Er stellte die Holzständerbauweise vor, wie sie unter anderem von Beaver Homes ralisiert wird. Mit dem Prädikat "Green Building" ist eine Abgrenzung zur Herkömmlichen Bauweise mit viel Stahl und Beton möglich, wo bekanntermaßen sehr viel "graue Energie" enthalten ist. Ein weiterer Fortschritt bei der Ausrichtung der enEV wäre sicherlich die verstärkte Einbeziehung des Primärenergieaufwandes in den Baustoffen.

Die Aktionswohe "Berlin spart Engerie" ging erfolgreich zu Ende. Daran schloss sich eine "Aktionswoche" an, die Berlin in vielen bunten Lichtern darstellte. Wünschenswert wäre sicherlich, wenn für dieses Lichtspektakel zunehmend auch regenerative Energie verwendet würde.

Berichterstattung: Ronald Grube

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Samstag, 7. Februar 2015

Wankel-Generator als "BHKW" für Biogasanlage in Ghana

Eine neue Generation der Wankel-Generatoren wurde am 28. Januar zum ÖBHZ-Seminar und am 02. Februar zu einer Veranstaltung der Außenhandelskammer in Ghana vorgestellt. In Ghana ging es um Potentiale zur Nutzung von Biogas zur Stromerzeugung in Ghana. Im Vortrag, den Herr Steve Lorenz von der GBG-newenergy hielt, wurde ein Projekt zur Selbstversorgung von Schweinefleischprodukten in Ghana vorgestellt. Noch immer wird Ghana der Bedarf an Schweinefleisch über Importe aus Massentierhaltungen in Europa gedeckt. Eine deutsch-ghanaische Initiative setzt sich für ein Projekt ein, die Abhilfe schaffen soll. Ein kleiner Verband aus ca. 300 Bauern in Ghana soll in Zukunft Schweine züchten, die aus einer Kreuzung zwischen Afrikanischem Buschschwein und deutschem Hausschwein besteht - dem Dank gilt Herrn Justice Amoateng. Um ein solches Projekt nachhaltig zu gestalten zu können, ist auch neben der biologischen Freiland-Haltung Fragen des Grundwasserschutzes zu berücksichtigen. Dabei ist die Verstromung von Schweinegülle mit Hilfe einer Biogasanlage ein Ansatz, der sowohl dem Grundwasserschutz dient und Insekten fern hält, als auch Strom für Maschinen und Kühlhäuser des Abatoir in Kumasi bereitstellen soll. Die Verstromung mit Hilfe eines neu entwickelten Wankel-Generators stellt aufgrund des sehr hohen Wirkungsgrades - deutlich höher als bei den bisher bekannten BHKW´s - und weiterer Vorteile, die vorgestellt wurden, eine optimale Systemlösung dar.
Die Präsentation ist auf den Seiten der GBG-newenergy herunterladbar. Das geplante Vorhaben wird vom ÖBHZ begleitet. Es wird sicherlich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, es zu realisieren. Wir werden hiervon berichten.
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